Loslassen

Ein Gastbeitrag von Gesa Deichmann

Warum ist loslassen nur so schwer? Für loslassen müssen wir zuerst zulassen, wir müssen zuerst den Schmerz wahrnehmen, um ihn dann annehmen zu können und um ihn durchleben zu können.

„Lass doch einfach los – dann geht’s Dir wieder gut“ sagt so mancher, aber ist das so einfach? Und macht das Sinn?

„Lass los – lass los“ – das erzeugt meines Erachtens Druck. Innerlichen Druck. Loslassen, schnell weg, schnell vergessen, nur weg von dem Schmerz, ihm entkommen, wenn er sich bemerkbar macht. Dieser oft selbst erzeugte Druck führt zu noch mehr Widerstand in uns und zu noch mehr Leid. Bevor wir loslassen können sollten wir den ganzen Schmerz, und alles was er beinhaltet, wahrnehmen, um ihn dann auch an- nehmen zu können. Wir sollten ihn zu uns einladen, und zwar ohne ihn zu bewerten.

Schmerz möchte gefühlt, gehört und auch gesehen werden. Indem wir ihn einladen, ihm Raum geben, ihn ganz fühlen, ganz hindurch gehen, uns mit all unseren Gefühlen & Sinnen auf den Schmerz einlassen. Erst hierdurch kann sich der Schmerz auch wieder verabschieden und wir können gestärkter und klarer aus diversen Lebenssituationen herausgehen. Und: wir werden wieder heil und kommen wieder in unsere Mitte.

Loslassen hat oft mit alten Glaubenssätzen zu tun. Wenn Du das nicht mehr hast, dann passiert das. Wenn Du mit dieser Person nicht mehr zusammen bist, willst Du mit gar keiner Person mehr zusammen sein. Wenn Du diese Arbeit verlierst, bist Du für den Rest Deines Lebens ruiniert.

In diesen Fällen wirst Du erst einmal Deine alten Glaubenssätze auflösen müssen, um wirklich los- lassen zu können.

Meistens ist es so, dass der alte Schmerz, bevor er uns wirklich verlässt, uns etwas lehrt. Wir können von ihm lernen. Was kann ich beim nächsten Mal anders machen?

Der Mensch ist nichts Festes. Wir sind immer in Bewegung, in Entwicklung. Und mit der Geburt eines Kindes kommt unwiderruflich der Tod ins Leben. Denn ohne Geburt kein Tod und ohne Tod keine Geburt. Und der Tod ist ja auch ein Loslassen vom Alten, um ins Neue zu gehen. Und welche Angst haben wir Menschen hier bei uns in Europa vor dem Tod? Solche Angst, dass wir uns gar nicht erst mit ihm auseinandersetzen wollen.

Wir schieben ihn einfach weg, wir wollen ihn nicht wahrhaben. Er ist dunkel, schrecklich, furchtbar. Aber ist er das wirklich? Ich persönlich habe Nahtod-Erfahrung. Ich habe das helle, weiße Licht gespürt, den Sog, das Friedliche, das darin lag und habe somit keine Angst vor dem Sterben. Und wie viel leichter würden Menschen am Ende ihres Lebens loslassen können wenn sie wüssten, dass der Tod nichts Dunkles, Fürchterliches und Schreckliches beinhaltet. Sie könnten sich mit den Menschen vertragen, mit denen sie noch im Unreinen sind, sie könnten Frieden schließen mit anderen und auch mit sich selbst. Noch einmal ihre Lebensstationen anschauen... abschließen, um sich in Ruhe auf das Neue hin zu bewegen. Denn das Neue nach dem Loslassen gibt es schon, auch wenn es noch nicht sichtbar ist.

Ohne Anfang kein Ende, ohne Ende kein Anfang.

Ich persönlich bin vom Meer. Die Gezeiten haben mir schon sehr früh durch Ebbe und Flut gezeigt, dass das Leben ein Kommen & Gehen ist. Und dieses ist ein ganz natürlicher Prozess. Wir hier haben Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Auch hier zeigt uns die Natur, dass es immer einen wunderbaren Anfang und einen Schlaf, ein kurzzeitiges Ende (?), ein neues Erwachen, einen Neubeginn gibt, immer wieder, Jahr für Jahr.

Und wie oft habe ich schon losgelassen. Meinen Papa, meine Kinder als sie aus dem Haus gingen, meinen Partner nach vielen gemeinsamen Jahren, mein Paradies, mein Zuhause, meine Tiere, Pflanzen, Freundschaften. Das Leben ist einfach ein permanentes Loslassen. Nichts ist fest für alle Ewigkeit – nein, alles ist in Bewegung. Schauen wir kurz in die Geschichte. Vor langer Zeit hatten Menschen keinen festen Wohnsitz. Sie zogen mit ihrer Herde dorthin, wo Weideland und Futter für die Tiere waren. Sie packten ihr „Haus“ ein und zogen weiter. Mich persönlich hat „loslassen“ enorm wachsen lassen. Ich erkenne und nehme an und ich bin in Vertrauen mit dem was kommt. Getragen und beschützt von Gott, meinen Engeln und Mutter Erde. Und dieses gibt mir Zuversicht. Zuversicht, dass immer egal wo, für mich gesorgt wird.

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[Stand: 06.09.2017]