Zur politischen Lage in der Türkei

[Stand: 06.09.2017]

Liebe Gäste, liebe Interessierte und liebe Freunde des LYKIA,

aktuell hört man wieder über anscheinend willkürliche Festnahmen in der Türkei. Wir vom LYKIA können derartiges in Bezug auf unsere Gäste nicht bestätigen: wir haben direkten Kontakt zu den Incoming-Agenturen am Flughafen und pflegen gute Kontakte zur Flughafenpolizei und zum Konsulat in Antalya. Aus keiner dieser Quellen sind uns Verhaftungen von Gästen, die zu Urlaubszwecken ins Land reisten, bekannt.

In 2017 sind bisher ca. 2 Mio deutsche Touristen in die Türkei gereist, davon wurden 54 Personen verhaftet, 12 aus politischen Gründen und die anderen wegen anderer Delikte. Die 12 Inhaftierten haben überwiegend die doppelte Staatsbürgerschaft bzw. türkische Wurzeln. Es ist nicht bekannt, ob es sich dabei um Touristen oder eher um Geschäfts- oder Privatpersonen handelt. Das Auswärtige Amt schreibt: "Behörden berufen sich bei Festnahmen auf die Mitgliedschaft in Organisationen, die auch in Deutschland oder der EU als terroristische Vereinigung eingestuft sind (IS, PKK), aber auch auf Mitgliedschaft in der so genannten „Gülen-Bewegung“, die nur in der Türkei unter der Bezeichnung „FETÖ“ als terroristische Vereinigung eingestuft ist." 

Unsere Gäste und wir haben bisher keine Einschränkungen bei der Ein- und Ausreise erlebt. Auch deutsch-türkische LYKIA-Gäste sind reibungslos zu uns gereist. Doch möchten wir darauf hinweisen, dass Bürger mit doppelter Staatsbürgerschaft (Türkisch / +) sich bitte beim Auswärtigen Amt über die dortigen Reisehinweise informieren.

Es gab und gibt keine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes. Es bestätigt, dass "für die touristischen Reiseziele entlang der Mittelmeerküste keine sicherheitsrelevanten Ereignisse gemeldet hat, bei denen ausländische Touristen zu schaden gekommen sind."

Die tagesschau hat dazu kürzlich einen Artikel veröffentlicht, der diese Punkte nochmal aufgreift: https://www.tagesschau.de/inland/gabriel-tuerkei-warnung-101.html

Am 16.04.2017 fand in der Türkei eine Volksabstimmung statt, bei der entschieden wurde, im November 2019 ein neues Regierungsmodell einzuführen. Bis zu diesem Zeitpunkt bleibt alles wie bisher und Ende 2019 wird dann erst ein Präsident vom Volk neu gewählt. 

Gegen dieses Modell haben 49% der türkischen Bevölkerung gestimmt. Direkt nach der Wahl kam es in den großen Metropolen zu Demonstrationen gegen das Wahlergebnis. In Antalya gab und gibt es keine Proteste. In Adrasan und Umgebung ist es noch nie zu Demonstrationen jeglicher Art gekommen. Die touristischen Küstenregionen sind generell säkulär eingestellt und westlich orientiert. 

Vom Ausnahmezustand, der am 20. Juli 2016 verhängt und erneut bis zum 19. Oktober 2017 verlängert wurde, war und ist für uns und unsere Gäste nichts zu spüren:

Die Befürchtung, dass es in diesem Land zu Anfeindungen gegenüber Ausländern kommt, können wir als hier lebenden Ausländer und auch aus Rückmeldung unserer Gäste nicht bestätigen. Aktuell haben wir langfristige Aufenthalts-Visen genehmigt bekommen und bestehende verlängert, einen Hausstand aus Deutschland per Spedition in die Türkei überführt, Amtsgänge sowie Notartermine erledigt, Ausflüge unternommen und Familien im Land besucht. Überall begegnet uns die gleiche Herzlichkeit und Gastfreundschaft, die dieses Land schon immer inne hatte. Am 17.9.2017 wird auch unsere Buchungsmanagerin Ute wieder zu uns reisen und erneut mit Freunden die Küste entlang reisen. Lies hier ihre Eindrücke ihrer letzten Reise. 

Unsere Gäste, die seit dem 12. März 2017 zu uns reisen, haben nur Positives zu berichten. Sie haben sich während ihres ganzen Urlaubs herzlich willkommen und sicher gefühlt. Dies gilt auch für die Gäste, die ganz aktuell am 3.9.2017 zu uns gereist sind. Kommende Woche freuen sich 36 Gäste auf ihren Urlaub bei uns, die aus Deutschland, der Schweiz und aus Wales kommen. 

Schaut gerne einmal in unserem Gästebuch vorbei, wo ihr auch die Einschätzung unserer Gäste lesen könnt.

Das kleine Dorf Adrasan liegt an der beliebten Mittelmeerküste, weit weg von den touristischen Ballungszentren in einer kleinen Bucht, 100 km entfernt von Antalya und mehr als 1.000 km entfernt von den Metropolen Istanbul, Ankara und der syrischen Grenze. Die nächste Verkehrsanbindung liegt 12 km weit vom LYKIA entfernt. Dies macht Adrasan und seine nähere Umgebung zu einer verschlafenen kleinen Oase.

Hier unternehmen unsere Gäste Wanderungen und Ausflüge in die Umgebung. Sie genießen die sommerlichen Temperaturen, die sonnige Zeit, das Baden im Meer, die ursprünglichen Landschaften und die türkische herzliche Gastfreundschaft. Gut erholt reisen sie nach Hause und die vorab gehörten negativen Stimmen zur Türkei als Reiseziel sind nicht mehr nachvollziehbar, haben sich ins Gegenteil gewandelt. Sie sind froh, sich eine eigene Meinung über die andere Seite der Türkei gewonnen zu haben und hierher gereist zu sein.

Hier sind die Sicherheitsvorkehrungen landesweit auf höchstem Niveau. Auch an den Flughäfen ist das überall ersichtlich. Dies bestätigt auch das Auswärtige Amt auf seiner Seite.

Viele fragen sich, ob es am Flughafen und auf dem Weg ins LYKIA sicher ist? Das Flughafengelände ist seit Anfang 2016 verstärkt gesichert, z.B. durch Personen- und Fahrzeugkontrollen. Niemand kann ohne Sicherheitskontrolle in das Flughafengelände ein- oder ausfahren.

Seit der Verhaftung Öcalans im Jahr 1999, dem Gründer der PKK, kommt es besonders im syrischen Grenzgebiet immer wieder zu Unruhen zwischen den Sicherheitskräften und der terroristischen Arbeiterpartei PKK und deren Splittergruppen. Daher rät das Auswärtige Amt auf seiner Seite seit Jahren von Reisen in das syrische Grenzgebiet ab. Wie auch jüngst in der deutschen Presse zu lesen war, richtet sich die PKK nicht gegen Touristen, Zivilisten und touristische Ziele. 

Unsere Sicherheitsinfos aktualisieren wir in regelmäßigen Abständen in Anlehnung an das Auswärtige Amt und die Medien. Falls sich etwas ändert, informieren wir euch hier umgehend darüber.

Passend dazu möchten wir euch einen Artikel der Süddeutschen Zeitung ans Herz legen, der in seiner Sichtweise uns aus der Seele spricht:

http://www.sueddeutsche.de/reise/urlaub-auf-in-die-tuerkei-1.3587567

Auch der renommierte türkische Schriftsteller und Nobelpreisträger Orhan Paumuk nimmt Stellung in den Medien. Er weist auf die Folgen des Fernbleibens hin, erläutert politische Hintergründe und hält es für falsch denken zu können, mit einem Boykott der Türkei etwas bewirken zu können. Warum? Lest hier mehr:

http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/buecher/lasst-uns-nicht-allein/story/28839962

Auf unserer neuen Seite Sicherheits-FAQ's könnt ihr Antworten zu vielen Fragen rund um das Thema Sicherheit Türkei nachlesen.

Wir wünschen uns, euch und der Welt Klarheit & Frieden!  

Namasté und herzliche Grüße

Ismail, Nina und das LYKIA-Team

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[Stand: 06.09.2017]