Zur politischen Lage in der Türkei

[Stand: 20.07.2017]

Liebe Gäste, liebe Interessierte und liebe Freunde des LYKIA,

als hier lebende Ausländer möchten wir euch unsere Eindrücke und Erfahrungen aus der letzten Zeit nahe bringen. Wir hoffen, euch damit offene Fragen zu beantworten und eure Freude auf den Urlaub zu bestärken. 

Aktuell hört man wieder über scheinbar willkürliche Festnahmen in der Türkei. Wir vom LYKIA können derartiges in Bezug auf unsere Gäste nicht bestätigen: wir haben direkten Kontakt zu den Incoming-Agenturen am Flughafen und pflegen gute Kontakte zur Flughafenpolizei in Antalya. Aus keiner dieser Quellen sind uns Verhaftungen von Gästen, die zu Urlaubszwecken ins Land reisten, bekannt. 

Es gab und gibt keine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes. Es bestätigt, dass "für die touristischen Reiseziele entlang der Mittelmeerküste keine sicherheitsrelevanten Ereignisse gemeldet hat, bei denen ausländische Touristen zu schaden gekommen sind."

Am 16.04.2017 fand in der Türkei eine Volksabstimmung statt, bei der entschieden wurde, im November 2019 ein neues Regierungsmodell einzuführen. Bis zu diesem Zeitpunkt bleibt alles wie bisher und Ende 2019 wird dann erst ein Präsident vom Volk neu gewählt. 

Gegen dieses Modell haben 49% der türkischen Bevölkerung gestimmt. Direkt nach der Wahl kam es in den großen Metropolen zu Demonstrationen gegen das Wahlergebnis. In Antalya gab und gibt es keine Proteste. In Adrasan und Umgebung ist es noch nie zu Demonstrationen jeglicher Art gekommen. 

Vom Ausnahmezustand, der am 20. Juli 2016 verhängt wurde und erneut bis zum 19. Oktober 2017 verlängert wurde, war und ist für uns und unsere Gäste nichts zu spüren:

Die Befürchtung, dass es in diesem Land zu Anfeindungen gegenüber Ausländern kommt, können wir nicht bestätigen. Aktuell haben wir langfristige Aufenthalts-Visen genehmigt bekommen und bestehende verlängert, einen Hausstand aus Deutschland per Spedition in die Türkei überführt, Amtsgänge sowie Notartermine erledigt, Ausflüge unternommen und Familien im Land besucht. Überall begegnet uns die gleiche Herzlichkeit und Gastfreundschaft, die dieses Land schon immer inne hatte. Ähnliche Erfahrungen machte auch unsere Buchungsmanagerin Ute, die uns über Ostern im LYKIA besuchte und vorher 1 Woche die Südküste mit dem Mietwagen entdeckte. Lies hier gerne ihre Eindrücke. 

Unsere Gäste, die seit dem 12. März 2017 zu uns reisen, haben nur Positives zu berichten. Sie haben sich während ihres ganzen Urlaubs herzlich willkommen und sicher gefühlt. 

Schaut gerne einmal in unserem Gästebuch vorbei, wo ihr auch die Einschätzung unserer Gäste lesen könnt.

Das kleine Dorf Adrasan liegt an der beliebten Mittelmeerküste, weit weg von den touristischen Ballungszentren in einer kleinen Bucht, 100 km entfernt von Antalya und mehr als 1.000 km entfernt von den Metropolen Istanbul, Ankara und der syrischen Grenze. Die nächste Verkehrsanbindung liegt 12 km weit vom LYKIA entfernt. Dies macht Adrasan und seine nähere Umgebung zu einer verschlafenen kleinen Oase.

Hier unternehmen unsere Gäste Wanderungen und Ausflüge in die Umgebung. Sie genießen die sommerlichen Temperaturen, die sonnige Zeit und das Baden im Meer und die ursprünglichen Landschaften. Gut erholt reisen sie nach Hause und die vorab gehörten negativen Stimmen zur Türkei als Reiseziel sind nicht mehr nachvollziehbar, haben sich ins Gegenteil gewandelt. Sie sind froh, sich eine eigene Meinung gewonnen zu haben und hierher gereist zu sein.

Weltweit kommt es aktuell immer wieder zu Unruhen mit dem Ziel, Angst zu schüren. Gerade diese Sorge macht die zu Gewinnern, denen wir doch eigentlich keine Macht geben wollen. Die Reaktionen auf die Geschehnisse in Brüssel, Berlin, Istanbul und Paris haben dies wieder gezeigt.

Hier sind die Sicherheitsvorkehrungen landesweit auf höchstem Niveau. Auch an den Flughäfen ist das überall ersichtlich. Dies bestätigt auch das Auswärtige Amt auf seiner Seite.

Viele fragen sich, ob es am Flughafen und auf dem Weg ins LYKIA sicher ist? Das Flughafengelände ist seit Anfang 2016 verstärkt gesichert, z.B. durch Personen- und Fahrzeugkontrollen. Niemand kann ohne Sicherheitskontrolle in das Flughafengelände ein- oder ausfahren.

Das Auswärtige Amt schreibt aktuell: "Seit Anfang 2017 wurde wiederholt deutschen Staatsangehörigen an den Flughäfen in der Türkei die Einreise ohne Angabe genauer Gründe verweigert. Die betroffenen Personen mussten nach einer Wartezeit in Gewahrsam von mehreren Stunden ihre Rückreise nach Deutschland antreten."

Dabei wird nicht gesagt, ob es sich um Touristen handelt oder eher um Geschäfts- oder Privatpersonen mit evtl. doppelter Staatsbürgerschaft. Unsere Gäste und wir haben bisher keine Einschränkungen bei der Ein- und Ausreise erlebt. Auch deutsch-türkische LYKIA-Gäste sind reibungslos zu uns gereist. Doch möchten wir darauf hinweisen, dass Bürger mit doppelter Staatsbürgerschaft (Türkisch / +) sich bitte beim Auswärtigen Amt über die dortigen Reisehinweise informieren.

Seit der Verhaftung Öcalans im Jahr 1999, dem Gründer der PKK, kommt es besonders im syrischen Grenzgebiet immer wieder zu Unruhen zwischen den Sicherheitskräften und der terroristischen Arbeiterpartei PKK und deren Splittergruppen. Daher rät das Auswärtige Amt auf seiner Seite seit Jahren von Reisen in das syrische Grenzgebiet ab. Wie auch jüngst in der deutschen Presse zu lesen war, richtet sich die PKK nicht gegen Touristen, Zivilisten und touristische Ziele. 

Unsere Sicherheitsinfos aktualisieren wir in regelmäßigen Abständen in Anlehnung an das Auswärtige Amt und die Medien. Falls sich etwas ändert, informieren wir euch hier umgehend darüber.

Fernab aller Meldungen und Einschätzungen: Karsten und Mathias waren Ende Juni im LYKIA und gaben uns ein Interview, um anderen Interessierten zu helfen, mit ihren Zweifeln umzugehen.  

Passend dazu möchten wir euch einen Artikel der Süddeutschen Zeitung ans Herz legen, der in seiner Sichtweise uns aus der Seele spricht:

http://www.sueddeutsche.de/reise/urlaub-auf-in-die-tuerkei-1.3587567

Auch der renommierte türkische Schriftsteller und Nobelpreisträger Orhan Paumuk nimmt Stellung in den Medien. Er weist auf die Folgen des Fernbleibens hin, erläutert politische Hintergründe und hält es für falsch denken zu können, mit einem Boykott der Türkei etwas bewirken zu können. Warum? Lest hier mehr:

http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/buecher/lasst-uns-nicht-allein/story/28839962

Auf unserer neuen Seite Sicherheits-FAQ's könnt ihr Antworten zu vielen Fragen rund um das Thema Sicherheit Türkei nachlesen.

Wir wünschen uns, euch und der Welt Klarheit & Frieden!  

Namasté und herzliche Grüße

Ismail, Nina und das LYKIA-Team

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