Zur politischen Lage in der Türkei

[Stand: 21.02.2021]

Liebe Gäste, liebe Interessierte und liebe Freunde des LYKIA,

aufgrund der aktuellen Türkei bezogenen Berichterstattungen möchten wir euch gerne einige Fakten an die Hand geben die euch helfen können, mit einem guten Gefühl zu uns zu reisen.

Alles Wissenswerte zur Einreise in die Türkei und COVID-19 ist auf unserer Sonderseite zusammengefasst.

Hier möchten wir auf die allgemeine Lage in der Türkei eingehen. Dabei ist es ganz wichtig zu wissen, dass das kleine Dorf Adrasan mehr als 1.000 km von den Metropolen Istanbul und Ankara sowie der syrischen Grenze entfernt liegt. Adrasan ist ebenfalls weit weg von den touristischen Ballungszentren, eingebettet in einer kleinen Bucht. Die nächste Verkehrsanbindung liegt 12 km weit vom LYKIA entfernt. Dies macht Adrasan und seine nähere Umgebung zu einer verschlafenen kleinen Oase.

Unsere Gäste reisen nach wie vor entspannt zu uns, die Lage hier ist ruhig, die Herzlichkeit und Gastfreundschaft vor Ort sind wie Eh und Je groß und es gibt keinerlei Hindernisse bei der An- oder Abreise. Besonders diese ruhige entspannte Stimmung vor Ort möchten wir hervorheben, da gerade diese immer wieder von unseren Gästen stark betont wird, und ihr Bild vorab ein ganz anderes war. Alle unsere Gäste sind wohlbehalten, mit einem guten Gefühl und einem gefestigten positiven Bild der Türkei wieder nach Hause gereist.

Außerhalb der aktuellen weltweiten Lage hat das Auswärtige Amt für die Türkei zuvor lediglich Sicherheitshinweise ausgesprochen. Eine Reisewarnung bestand nun erstmalig nur aufgrund der weltweiten Covid-19 - Pandemie.

Das Auswärtige Amt bestätigt auch, dass aus den touristischen Reisezielen entlang der Mittelmeerküste keine sicherheitsrelevanten Ereignisse gemeldet sind, bei denen ausländische Touristen zu Schaden kamen.

Ein wenig Hintergrundwissen

Seit der Verhaftung Öcalans im Jahr 1999, dem Gründer der PKK, kommt es besonders im syrischen Grenzgebiet immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen den Sicherheitskräften und der terroristischen Arbeiterpartei PKK und deren Splittergruppen. Daher rät das Auswärtige Amt auf seiner Seite seit Jahren von Reisen in das syrische Grenzgebiet ab. Wie auch in der deutschen Presse zu lesen war, richtet sich die PKK nicht gegen Touristen, Zivilisten und touristische Ziele. Außerhalb des Grenzgebietes kam es seit dem Putsch im Juli 2016 zu keinem weiteren Anschlag seitens der IS oder der PKK oder der Splittergruppe YPG, die als Ableger der PKK in Syrien betrachtet wird.

Nach 1999 erlebte die Türkei ihren touristischen Aufschwung, Mitte der 2000er reisten so viele Touristen in dieses Land wie nie zuvor (Quelle: Pressemeldungen ÖGER Tours). Auch zu diesen touristischen Hochzeiten gab es immer wieder Auseinandersetzungen zwischen dem türkischen Staat und der PKK und deren Splittergruppen, seien es Papierkorb-Bomben in Istanbul oder Angriffe im Kurdengebiet. Seit Jahren gibt es diese Machtspiele in der Türkei, die den Tourismus vor 2016 nicht beeinflusst haben und wie das Auswärtige Amt ebenfalls bestätigt, auch seit Jahren die Touristengebiete nicht betrifft.

Die Reiseveranstalter vermerkten für 2019 ein stark gestiegenes Buchungsaufkommen, so dass 2019 bereits wieder als ein hervorragendes Jahr für die Türkei bezeichnet wurde. Der Vorlauf für 2020 ließ vermuten, dass 2020 ein noch besseres Jahr für den Tourismus im Land würde. Leider kam dann ein Virus dazwischen.

Ende März und Juni 2019 fanden in der Türkei Bürgermeisterwahlen statt. Seither haben Istanbul wie auch alle Metropolen des Landes einen Bürgermeister, der von der Opposition gestellt wird. Diese Wahlen verliefen ruhig, es gab und gibt keinerlei Ausschreitungen, Unruhen oder große Kundgebungen etc. Der Wechsel der regierenden Bürgermeister in vielen Großstätten, auch in Antalya und Kumluca, hat für Adrasan gerade den positiven Nebeneffekt, dass unsere Strandpromenade ordentlich aufgehübscht & neu begrünt, Parkplätze reduziert und weiter an den Rand verlagert wurden.

Ein paar Fakten

In den Jahren 2018 und 2019 wurden vermehrt auch deutsche Staatsangehörige inhaftiert. Festnahmen und Strafverfolgungen deutscher Staatsangehöriger erfolgten mehrfach in Zusammenhang mit regierungskritischen Stellungnahmen in den sozialen Medien, zum Beispiel bei erkennbarem Zuspruch zur PKK - die auch in Deutschland als terroristische Vereinigung gilt, und der Gülen-Bewegung, die in Deutschland ebenfalls auf dem Prüfstand steht, eine solche Vereinigung zu sein. Fast alle davon betroffenen Menschen hatten türkische Wurzeln.

Auch unsere deutsch-türkischen LYKIA-Gäste sind reibungslos zu uns gereist. Doch möchten wir darauf hinweisen, dass Bürger mit doppelter Staatsbürgerschaft (Türkisch / +) sich bitte beim Auswärtigen Amt über die dortigen Reisehinweise informieren. Denn wie das Auswärtige Amt schrieb, handele es sich um die an der türkischen Grenze zurückgewiesenen Personen um Bürger die neben der deutschen auch die türkische Staatsbürgerschaft besitzen.

Im Frühjahr 2019 wurden einigen ausländischen Journalisten die Akkreditierungen (Arbeitserlaubnis) nicht verlängert. Von diesen haben einige die Verlängerungen danach wiedererhalten. Daher rührend hat das Auswärtige Amt seine Reisehinweise für die Türkei um folgenden Hinweis ergänzt, der sich an *Medienberichter* wendet: „Äußerungen, die nach deutschem Rechtsverständnis von der Meinungsfreiheit gedeckt sind, können in der Türkei zu Berufsbeschränkenden Maßnahmen und Strafverfahren führen."

Die Situation vor Ort ist dennoch die gleiche wie vor diesen Ereignissen.

Was unsere Gäste & wir sagen

Es kann natürlich der Eindruck entstehen, dass es besser sei dem Land fernzubleiben, um im Rahmen der eigenen Möglichkeiten Druck auszuüben. Dieser landet jedoch bei den Menschen, die in den touristischen Regionen, vor allem an den Küsten, leben und säkulär eingestellt und westlich orientiert sind. Dies sind weiterhin knapp 50% der Bevölkerung dieses großen Landes, was sich auch in den Kommunalwahlen im März 2019 ausgedrückt hat. Sie, so wie wir auch, brauchen die Touristen nicht nur finanziell, um weiter hier leben zu können. Sondern vor allem auch moralisch und als energetische Unterstützung. Wenn sie sich gezwungen sehen aufzugeben und gegebenenfalls das Land zu verlassen - da sie hier keine Perspektive mehr haben - bekommen die mehr Macht die das vertreten, was durch das Nichtreisen eigentlich geschwächt werden sollte.

Viele unserer Gäste sagen uns, dass sie gerade deswegen kommen, um genau diese Unterstützung zu geben. Dazu schrieb die Süddeutsche einen aufschlussreichen Bericht in dem auch die Sichtweise von Amnesty International zum Theme "fährt man hin oder fährt man nicht hin" berücksichtigt wird:

Natürlich ist es auch für das LYKIA und sein Team überlebenswichtig, dass gerade nach der Zeit des Corona-Shutdowns unsere Gäste zügig wieder zu uns kommen.

Was sonst noch...

Schaut gerne auch einmal in unserem Gästebuch vorbei, in dem ihr weitere aktuelle Einschätzungen unserer Gäste lesen könnt. Man liest und spürt, dass sie eine wunderbare Zeit hatten, loslassen und erholen konnten und auch eine eigene Meinung über die andere Seite der Türkei gewonnen haben.

Wir pflegen gute Kontakte zur Flughafenpolizei, Türkisch Airlines/ Sun Express und zum Konsulat in Antalya. Aus keiner dieser Quellen sind uns Unregelmäßigkeiten mit Gästen, die zu Urlaubszwecken ins Land reisten, bekannt.

Unsere Sicherheitsinfos aktualisieren wir in regelmäßigen Abständen in Anlehnung an das Auswärtige Amt und den Medien. Falls sich etwas ändert, informieren wir euch hier umgehend darüber.

Auf unserer Seite Sicherheits-FAQ's könnt ihr Antworten zu vielen Fragen rund um das Thema Sicherheit Türkei nachlesen.

Wir wünschen euch eine entspannte Urlaubsplanung und freuen uns auf euch! 

Sicher Urlaub machen?

Dann ist das LYKIA der beste Platz!

Unsere Gäste sind sich einig: "Im Lykia fühlt man sich vollkommen sicher. Von der Anreise bis zum Abflug."

Die O-Töne unserer Gäste dazu gibt es reichlich in unserem Gästebuch zu lesen.

Wir bieten mit unserer Aktiven-Auszeit, unseren Wanderwochen oder dem Nur-da-Sein Angebot für jeden genau das Passende.

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